Musik im Park

„Porcupine Tree“ rocken 2023 den Schwetzinger Schlossgarten

Die englische Progressive-Band ist mit ihrem neuem Nummer-eins-Album auf Tour. Einen exklusiven Vorverkauf für das Konzert im August 2023 gibt es im SZ-Kundenforum.

Von 
Jürgen Gruler
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Das sind „Porcupine Tree“: Gavin Harrison, Steven Wilson und Richard Barbieri. Sie kommen im Festival Sommer nach Schwetzingen. © picture alliance/dpa/HEAD OF PR

Die britische Progressive-Rockband „Porcupine Tree“ gilt seit den frühen 1990ern als eines der einflussreichsten und kreativsten Musikprojekte. Nachdem sie im Sommer nach zwölfjähriger Pause ihr Nummer-eins-Album „Closure/Continuation“ veröffentlicht haben, kommen sie im Sommer auf ihrer Festival Summer-Tour nach Schwetzingen: Am Samstag, 5. August, ab 20 Uhr im Schlossgarten.

Das darf man getrost eine Sensation nennen: Bereits der vorab veröffentlichte Track „Harridan“ vom neuen Album macht den Wiedereinstieg in die Welt und den Sound der Briten leicht. Fast 13 Jahre nach dem Vorgänger „The Incident“ empfängt die ausgehungerte Fangemeinde das neue Werk mit offenen Armen – und beschert dem britischen Trio seine erste Nummer-eins-Platzierung in Deutschland.

Dass es Steven Wilson, Richard Barbieri und Gavin Harrison gelingt, mit einer astreinen Prog-Platte die Spitze der hiesigen Albumcharts zu stürmen, sagt einiges über die Qualität und den Status der Band aus. Dass sie dieses Kunststück aber nach mehr als einem Jahrzehnt in der Versenkung fertigbringen, ist sensationell.

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1987 zunächst als Solo-Seitenprojekt von Wilson gegründet, gilt die Band seit den frühen 1990ern als eines der einflussreichsten Projekte der Musikwelt. Album für Album – insgesamt sind es jetzt elf – erforschte „Porcupine Tree“ – was soviel wie „Stachelschweinbaum“ heißt – eine ungeheure Klangwelt. Das Werk lässt sich kaum in eine Genre-Bezeichnung pressen. „Porcupine Tree“ haben mit psychedelischem Rock ebenso experimentiert wie mit elektronischen Soundscapes, mit experimentellem Pop wie mit klassischen oder Metal-Einflüssen. Auf ihren späteren Platten haben sie all das mühelos und homogen miteinander verwebt und ein eigenes musikalisches Universum erschaffen.

An „Closure/Continuation“ hat die Band nach eigenen Angaben seit 2010 gearbeitet: „Es gab eine stetig größer werdende Datei auf dem Rechner. Hin und wieder wurde sie vergessen“, sagt Steven Wilson, der als Solokünstler, Multiinstrumentalist, Komponist, Arrangeur, Texter, Produzent, Remixer, Restaurator und Label-Betreiber eh genug zu tun hat. Das, was jetzt entstand, war nicht mit den anderen Arbeiten vergleichbar. Dieses Material war pur, unmissverständlich, unbestreitbar und unverfälscht „Porcupine Tree“, die kombinierte musikalische DNA der Menschen, die hinter diesem Sound und dieser Kunst stecken. Bisher gab es nur fünf Konzerten.

Ab Mittwoch, 16. November, gibt es Presale-Tickets exklusiv im Kundenforum der Schwetzinger Zeitung am Schlossplatz.

Hier gibt es den Song „Trains“ von „Porcupine Tree“ zum Reinhören:

Chefredaktion Jürgen Gruler ist Chefredakteur der Schwetzinger Zeitung.