Fußball-Kreisliga

FV 1918 nimmt gute Laune mit

Aufsteiger rangiert nach Vorrunde auf Platz fünf, Hockenheim und Oftersheim zittern

Von 
Andi Nowey und Andi Nowey
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Vier Mannschaften aus unserem Gebiet sind in dieser Saison in der Fußball-Kreisliga an den Start gegangen. Der FV 1918 Brühl II hat die Erwartungen mehr als erfüllt und die TSG Eintracht Plankstadt sich nach einem Zwischentief vorerst wieder ins sichere Mittelfeld vorgearbeitet. Sorgen bereiten der FV 08 Hockenheim und die SG Oftersheim, die beide auf Abstiegsplätzen überwintern müssen. Wir ziehen Bilanz bei den Kreisliga-Vereinen.

FV 1918 Brühl II Platz 5

Der Aufsteiger war die Überraschungsmannschaft der Vorrunde, gleichzeitig aber auch wiederum nicht. Als Aufsteiger Rang fünf zu belegen, ist aller Ehren wert. Aufgrund der Teamstruktur mit vielen erfahrenen Akteuren war den Brühlern ein Abrutschen in den Abstiegskampf aber kaum zuzutrauen. „Wir haben gezeigt, dass wir gegen alle in der Liga bestehen können“, betont auch Co-Trainer Johannes Thiel. „Und wir haben den Spaß und die gute Stimmung aus der Aufstiegssaison mitnehmen können.“ Erst zum Ende der Vorrunde hin ging dem FV 1918 II etwas der Sprit aus. Fünf sieglose Spiele in den vergangenen sechs Partien mit 8:20 Toren waren Zeugnis eines intensiven und kräftezehrenden Fußballjahres. Dieser Schlussakkord pulverisierte auch das einst gute Torverhältnis. Dennoch, die Ausgangslage für eine unbekümmerte Rückrunde ist gelegt. Der FV 1918 Brühl II kann in der Vorbereitung die verlorenen Körner wieder aufsammeln und anschließend weiterhin die Großen ärgern. Das Positive dabei: Es gibt keine Zielvorgabe. „Wenn wir am Ende da stehen, wo wir jetzt sind, fällt das Fazit für die Rückrunde ähnlich aus“, sagt Thiel. Einziger (berufsbedingter) Abgang ist Enes Sen.

TSG Eintracht Plankstadt Platz 10

Das Konstanteste bei der TSG Eintracht Plankstadt war die Inkonstanz. Das Team von Trainer Ali Hanbas war die Wundertüte der Vorrunde. Dennoch verschafft Platz zehn ein kleines Polster gegenüber den Abstiegsrängen, sodass die TSG Eintracht vorerst nicht bangen muss. „Ich bin mit der Vorrunde dennoch nicht zufrieden. Wir haben gegen Mannschaften verloren, die nicht besser waren“, hadert Hanbas und führt dabei auch die verbesserungswürdige Trainingsbeteiligung an. „Dadurch ist die Entwicklung auch stehengeblieben, mir haben etwas die Leidenschaft und Intensität gefehlt.“ Immerhin: Im Kreispokal erreichte Plankstadt nach der Finalteilnahme im vergangenen Jahr erneut das Viertelfinale, musste sich dort aber dem FV Leutershausen nach der Verlängerung mit 1:4 beugen. Ziel für die Rückrunde ist es, mehr Zähler einzufahren als in der Vorrunde und somit frühestmöglich keine Zweifel mehr am Klassenerhalt zuzulassen. „Gutgetan haben der Mannschaft die beiden Siege zum Ende der Hinrunde. Das möchten wir mitnehmen in die Vorbereitung“, so Hanbas, der gerne den einen oder anderen Platz im Klassement klettern möchte.

FV 08 Hockenheim Platz 16

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Vorletzter Tabellenplatz, sieben Punkte zum rettenden Ufer und mit Andreas Vogt und Johann Sitnikow zwei Trainer, die inzwischen nicht mehr an Bord sind. Das erste Halbjahr dieser Saison ist alles andere als optimal für den FV 08 gelaufen. „Die Integration der Neuen lief ganz gut und auch, dass wir weiterhin als Mannschaft auftreten und uns nicht haben hängenlassen, ist positiv“, fasst der Sportliche Leiter Dominik Leiß seine Eindrücke zusammen. „Besser müssen auf jeden Fall die Ergebnisse werden und unsere Verletzten müssen so schnell wie möglich wieder in die Spur kommen.“ Mit Neu-Trainer Olsi Sema soll auf Null gestellt und durchgestartet werden. Einzige Maxime für die Rückrunde ist der Klassenerhalt. Ein kleiner Trumpf könnte sein, dass die Rennstädter gegenüber der Konkurrenz ein Spiel im Rückstand sind. Dann könnten nämlich die Neuzugänge und Hoffnungsträger Gianfranco Scopelliti (FC Germania Friedrichsfeld), Felix Müller und Niels Kiefer (beide DJK Handschuhsheim) bereits mitwirken.

SG Oftersheim Platz 17

Das hatten sich die SG-Verantwortlichen sicher anders vorgestellt. Eine beispiellose Verletztenserie, die gar die Reaktivierung von Mario Benincasa erforderlich machte, fackelte die Rote Laterne nach der Vorrunde an. „Wenn man auf dem letzten Tabellenplatz steht, dann war leider nicht allzu viel zufriedenstellend“, bekennt SG-Trainer Daniel Katsch. „Allerdings haben wir oft auch sehr unglücklich verloren oder haben uns oft auch selbst geschwächt.“ Sieben Platzverweise führen die SGO auch auf den letzten Rang der Fairplaytabelle. Der Aufsteiger kann auf seine nachrückenden Talente zugreifen und sie im Haifischbecken Kreisliga formen – eine Entwicklung in die Zukunft, auch wenn der Klassenerhalt in dieser Saison eine Herkulesaufgabe wird.

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Freier Autor Schwerpunkte: Mannheimer Kreisfußball, Kreisklassen A und B, Kreispokal, Waldhof-Legenden