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2. Fußball-Bundesliga

SVS spürt die Wut der „Lilien“

Sandhausen unterliegt in Darmstadt vor frenetischer Kulisse am Böllenfalltor knapp mit 1:2

Von 
Johannes Blem
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Hitziges Duell im Stadion am Böllenfalltor: Sandhausens Dario Dumic (l.) und Darmstadts Phillip Tietz haben hier beim letztendlich verdienten 2:1 für die „Lilien“ eine handfeste Auseinandersetzung.

Darmstadt. Fast eine Stunde in Unterzahl, Ausfall zweier Stammspieler und trotz ansprechender Leistung am Ende verloren. Der Saisonstart für Fußball-Zweitligist Darmstadt 98 war alles andere als zur Zufrieden-heit seines Trainers Torsten Lieberknecht verlaufen. „Wir haben alle ein bisschen Wut im Bauch“, hatte der Übungsleiter daher vor dem Duell mit dem SV Sandhausen wissen lassen. Diese Wut bekamen die Kurpfälzer bei der 1:2 (1:1)-Niederlage auch von Anfang an zu spüren.

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Nach kurzem Abtasten ließ sich die Mannschaft von Alois Schwartz, der das gleiche Personal wie beim Auftaktsieg gegen Bielefeld ins Rennen schickte, zunehmend in die eigene Hälfte drücken. Die erste Einladung der SVS-Defensive schlug der völlig freistehende Phillip Tietz noch aus und köpfte neben das Tor (5.). Die zweite nahm sein „Lilien“-Stürmerkollege Braydon Manu dankend an. Nach einem schlimmen Abstimmungsfehler zwischen Dennis Diekmeier und Tom Trybull schnellte der Deutsch-Ghanaer dazwischen und ließ Torhüter Patrick Drewes aus spitzem Winkel keine Chance (9.).

„In einem Stadion wie am Böllen-falltor wird es dann natürlich schwer“, wusste Alois Schwartz nach der Partie. Wohl wahr: angepeitscht von 13 500 frenetischen Fans dominierten die Hausherren das Spiel nun nach Belieben, Klaus Gjasula hätte nach einer Ecke beinahe nachgelegt (23.).

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Exakt 60 Zeigerumdrehungen später ließ Alexandr Zhirov die stimmungsvolle Kulisse aber verstummen. Ein Freistoß von Chima Okoroji gelangte über Umwege zum russischen Abwehrhünen, der aus zehn Metern gedankenschnell vollstreckte (24.) – der 1:1-Ausgleich aus dem Nichts.

Der Treffer zeigte Wirkung bei den „Lilien“, der SVS war nun aufmerksamer in der Defensive und setzte aus dem Spiel heraus die ersten offensiven Akzente: Janik Bachmann vergab zweimal aus aussichtsreicher Position (33./38.).

Nach dem Seitenwechsel kam der SVS gut aus der Kabine, geriet nach einer weiteren Schwäche in der Defensive aber erneut in Rückstand. Gleich drei Verteidiger konzentrierten sich ausschließlich auf Torschütze Manu und verloren in ihrem Rücken Marvin Mehlem aus den Augen. Freigespielt durch einen feinen Doppelpass ließ sich dieser nicht zweimal bitten und tunnelte Patrick Drewes zur erneuten Darmstädter Führung (55.).

Mikayil Kabaca ärgert sich

„Ich hatte das Gefühl, dass wir in dieser Phase eigentlich besser im Spiel waren“, ärgerte sich der Sportliche Leiter Mikayil Kabaca.

In der Folge wurde das Spiel hitzi-ger, viele Nickeligkeiten und Dis-kussionen führten zu wenig Spiel-fluss. In der Schlussphase warfen die Schwarz-Weißen alles nach vorne, doch auch ein Vierfachwechsel (77.) brachte nicht die erhoffte Wende. Sandhausen war dem Ausgleich zwar näher als Darmstadt dem dritten Tor, doch fehlte es ein ums andere Mal an der letzten Präzision.

„Eine bittere, aber aufgrund der ersten Halbzeit auch verdiente Niederlage“, fasste Kabaca sichtlich geknickt zusammen, „doch wir werden die Köpfe morgen wieder aufrichten und den Fokus auf das anstehende Pokalspiel richten.“

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