Pfarrzentrum

Bürgermeister Göck beim Forum Älterwerden in Brühl

Brühls Bürgermeister stellt in einem Vortrag beim Forum Älterwerden die aktuelle Situation der Kommune dar.

Von 
Ralf Strauch
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Pfarrer Erwin Bertsch (stehend v. l.) und Ursula Jennewein vom Team des Forums älterwerden begrüßten zusammen mit den Senioren bei Treffen am Mittwochnachmittag Bürgermeister Dr. Ralf Göck als Referenten. Bild: strauch © strauch

Brühl. „Es geht jetzt darum, dass wir die lebenswerte Gemeinde bleiben, die wir bisher waren – ein Ort in dem wir uns wohlfühlen“, so verband Bürgermeister Dr. Ralf Göck Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft Brühls bei seinem Besuch im Forum Älterwerden, dem früheren katholischen Altenwerk, in einem Satz.

Es ist eine gute Tradition, dass das Gemeindeoberhaupt vor seinem eigentlichen Neujahrsempfang die Senioren besucht, um sie über aktuelle Entwicklungen zu informieren. Dabei beobachtet er auch, welche Themen auf besonderes Interesse stoßen und wie die Gedanken dazu aufgefasst werden.

Wichtig war ihm dabei, dass die Gemeinde fortschrittlich bleiben müsse, um die Lebensqualität zu behalten – ein Stillstand und ein Ausruhen auf den Lorbeeren komme für ihn daher nicht infrage, machte Göck deutlich. Und so gab er dem neuen Jahr seiner aktuellen Einschätzung nach auch das Motto „Neu durchstarten“.

Man habe inzwischen Corona „so gut wie unter Kontrolle“ und könne sich endlich wieder in der Gemeinschaft treffen. Aus diesem Grund solle man auch nicht über die Vergangenheit lamentieren, sondern mit Zuversicht in die Zukunft gehen. Die Menschen würden in diesem Jahr wieder erfahren, wie schön es sei, wenn das Leben in den Ort zurückkehre, meinte der Bürgermeister und wies auf die vielen Veranstaltungen hin, die inzwischen wieder im Terminkalender stünden. Dazu käme, dass nach einem Jahr der Krisen inzwischen wieder positivere Meldungen durch den Blätterwald der Medien rauschten: Die Energiepreise gingen wieder nach unten, während die Bilanzen der Wirtschaftsunternehmen wieder nach oben zeigten. Die Zuversicht erobere wieder die Statistiken, bilanzierte der Bürgermeister.

Und Göck konnte der Corona-und der Kriegszeit im Rückblick zudem etwas Gutes für die Hufeisengemeinde abgewinnen, denn es habe sich gezeigt, dass sich immer wieder Menschen gefunden hätten, die Hilfsbedürftigen spontan und ehrenamtlich unter die Arme gegriffen hätten. „Nachbarschaftshilfe und Zusammengehörigkeit waren in den vergangenen Jahren keine bloßen Floskeln, sondern gelebte Realität“, meinte der Rathauschef und erntete bei den Senioren im katholischen Pfarrzentrum durchweg ein Nicken. Dabei sei es auch egal gewesen,ob die Helfenden oder die Bedürftigen Zugereiste oder Alteingesessene gewesen seien – es wäre quer durch alle gesellschaftliche Gruppen eine große Solidarität in Sachen aktiver Hilfe und Spendenbereitschaft zu spüren gewesen.

Als Belege seiner Einschätzung nannte er neben den engagierten Menschen bei der Freiwilligen Feuerwehr und denen bei der Corona-Hilfe auch die Bereitschaft, Blut zur Verfügung zu stellen, „da gehören wir in Brühl zu den Kommunen mit den meisten Blutkonserven für den guten Zweck“, betonte das Gemeindeoberhaupt nicht ohne Stolz in der Stimme. „Es sind unheimlich viele Menschen, die bereit sind, sich in die Gemeinschaft einzubringen,“

Wichtig für Gegenwart und Zukunft seien auch Investitionen in die Bildung – in diesem Bereich leiste die Hufeisengemeinde als Träger Vorbildliches in Betreuungseinrichtungen und Schulen. Als Konsequenz aus dieser engagierten Bildungsinitiative seien viele Brühler in Spitzenpositionen wiederzufinden, unterstrich Göck und nannte als Beispiel die Brühlerin Monika Schnitzer, die 2020 als Wirtschaftsweise in den Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung berufen wurde und seit Oktober 2022 dessen Vorsitz inne habe. „Bildung ist wichtig, um nach vorne zu kommen.“ Deshalb gebe es in Brühl gut ausgestattete Schulen und Betreuungseinrichtung – auch wenn dafür viel Geld aufgewendet werden müsse. Doch das müsse einer Gemeinde der künftige Wohlstand wert sein.

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Weitere Pluspunkte seiner Heimatgemeinde sah der Rathauschef in der „niedrigsten Kriminalitätsrate“ und dem „tollen Gesundheitswesen“, das auch während der Pandemie mit frühzeitigen und dauerhaften Test- und Impfaktionen in der Region durchweg positiv aufgefallen sei. Alle Gesundheitsdienstleister in der Gemeinde zeigten nach wie vor ein Engagement, das an der Grenze der Leistungsfähigkeit liege, aber das zum Wohl der Allgemeinheit gerne angeboten werde.

Auch in Sachen Umwelt- und Klimaschutz sei die Gemeinde sich ihrer wichtigen Funktion bewusst und bleibe nicht nur beim Diskutieren, sondern handele aktiv.

Die Teamleiterin des Forums Älterwerden Ursula Jennewein dankte dem Bürgermeister für seine Informationen und leitete dann am Mittwochnachmittag zum geselligen Teil des Treffens der Senioren über.

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