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Im Interview

Erster Oldtimerstammtisch in Schwetzingen: Neuer Antrieb beim MSC – mit alten Autos

Dr. Michael Stuzmann erzählt, warum der Oldtimerstammtisch eine feste Institution werden soll

Von 
Katja Bauroth
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Dr. Michael Stuzmann aus Oftersheim ist der zweite Vorsitzende im MSC Schwet-zingen. Hier prüft er gerade den Ölstand seines T1-VW-Busses, der zum Verein gehört (auch kleines Bild). © Stuzmann/MSC

Schwetzingen. Der erste Oldtimerstammtisch des MSC Schwetzingen stieß auf reges Interesse, schreibt der Verein und kündigt weitere an. Nach Möglichkeit wollen sich Oldtimerfreunde – ob Mitglied im Verein oder nicht – jeden dritten Dienstag im Monat treffen. Der nächste Stammtisch findet daher nun am Dienstag, 20. September, um 19 Uhr, in der Trattoria Pizzeria Pina, Ketscher Landstraße 11 in Schwetzingen statt. „Momentan sind wir auf der Suche nach Werkstatträumen zur Wartung unserer Oldtimer, um eventuell auch ein Restaurierungsprojekt angehen zu können. Vielleicht kann uns jemand einen Tipp geben! Auch Nichtmitglieder, die Freude und Interesse an historischen Fahrzeugen haben, sind bei unseren Treffen willkommen“, schreibt Dr. Michael Stuzmann, neben Thomas Strohmayer der zweite Vorsitzende des MSC, weiter. Unsere Zeitung wollte von ihm mehr zum Stammtisch wissen.

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Herr Dr. Stuzmann, wie kam die Idee zum Stammtisch auf?

Dr. Michael Stuzmann: Der MSC Schwetzingen – das war lange Zeit Peter Trier. Er hat die Vereinigung stark geprägt und seinen Nachfolgern ein großes Erbe, aber auch eine große Herausforderung hinterlassen. Es hat Zeit gebraucht, neue Wege zu finden, die auch eine jüngere Generation mitgehen kann. Im Rahmen vieler Diskussionen im Verein kristallisierten sich dann zwei Wünsche heraus – zum einen, aktiv am Motorsport mit einem Slalomfahrzeug teilzunehmen und zum anderen, einen eigenen Oldtimer für Ausfahrten in die Umgebung zu betreiben. Im Slalomsport sind wir mit Lena und Jochen Bückendorf schon längere Zeit erfolgreich; die Chance, einen VW Bus der Baureihe T 1 zu erwerben, ergab sich erst vor knapp drei Jahren. Es zeigte sich bald, dass ein historisches Fahrzeug viele Wartungs- und Reparaturfragen aufwirft, die nur mit entsprechenden Fachleuten und Enthusiasten lösbar sind. So entstand dann auch die Idee für einen Oldtimerstammtisch, der die Chance zum Erfahrungsaustausch bieten soll und Einsteigern die Möglichkeit eröffnet, sich mit einem Oldtimer vertraut zu machen.

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Waren Sie auch bei der Classic-Gala, der großen Oldtimerschau Anfang September im Schlossgarten, vertreten?

Stuzmann: Die Classic-Gala kenne ich bisher nur als Besucher. Dieses Jahr konnten wir mit unserem Bus leider nicht teilnehmen, weil die Einladung überraschend kam, und einige unserer Helfer aus Urlaubs- oder Krankheitsgründen nicht zur Verfügung standen. Für das kommende Jahr haben wir den Termin aber fest eingeplant.

Für wen soll Ihr Stammtisch sein?

Stuzmann: Der Stammtisch wendet sich im Grunde genommen an alle Oldtimerfreunde. Darunter sind Besitzer historischer Fahrzeuge, engagierte Schrauber und Kfz-Handwerker aber auch Quereinsteiger wie ich, die einfach Freude an alten Autos haben. Es wird auf den Stammtischen viel geredet und geplant – und viele Besucher schätzen die Geselligkeit. Zurzeit suchen wir Werkstatträume, um kleinere Reparaturen oder auch die Restaurierung eines Fahrzeugs selbst in Angriff nehmen zu können.

© MSC

Oldtimerstammtisch in Schwetzingen: Auch für Menschen ohne eigenen Oldtimer?

Ist er auch für Menschen, die keine Oldtimer haben?

Stuzmann: Durchaus ja; unser Vereinsfahrzeug muss bewegt, gepflegt und gewartet werden. Dies wird von Vereinsmitgliedern erledigt, die Freunde an unserem Samba-Bus haben, und meist keinen eigenen Oldtimer besitzen.

Gibt es seitens des MSC Planungen für weitere Schritte, um die Öffentlichkeit noch mehr abzuholen?

Stuzmann: Wir haben vor, Ausfahrten durchzuführen und an Ausstellungen teilzunehmen. Das bedeutet für die nähere Zukunft, dass wir die Zuverlässigkeit unseres Vereinsfahrzeugs weiter verbessern und unsere personelle Basis verbreitern müssen. Zurzeit sind wir mit vier oder fünf Vereinsmitgliedern, die sich um den Samba-Bus kümmern, einfach zu schwach besetzt, um kurzfristig an Veranstaltungen teilnehmen zu können. Über neue Mitglieder und deren tatkräftige Unterstützung würden wir uns daher sehr freuen.

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Welche Bedeutung messen Sie in einem Zeitalter der E-Mobilität Oldtimern zu?

Stuzmann: Oldtimer sind ein schönes Hobby – sie stellen das Band zu unserer großen automobilen Vergangenheit dar. In Zukunft wird die E-Mobilität immer mehr an Bedeutung gewinnen. Ich war diesbezüglich zunächst skeptisch – bis ich meinen E-Smart kennengelernt habe. Laden und fahren sind völlig unproblematisch. Solange ich mich in unserer Metropolregion bewege, ist auch die Reichweite kein Thema. Natürlich ändert sich das Bild, wenn man als Berufspendler große Stecken fahren muss. Hier wird der Verbrenner sicher noch einige Jahre seine Bedeutung behalten; entsprechende Elektrofahrzeuge sind für diesen Zweck – noch – zu teuer.

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Glauben Sie, dass wir die schönen Autos irgendwann gar nicht mehr fahren können, weil es vielleicht die entsprechenden Antriebsstoffe nicht mehr gibt?

Stuzmann: Das Wegwerfen stellt in unserer Gesellschaft eine große Umweltbelastung dar. Eine Ur-Idee der Klassikerbranche besteht darin, „Dinge, die noch gut sind“, zu erhalten. Natürlich muss man gerade bei alten Autos dafür sorgen, dass die Technik intakt ist und keine vermeidbaren Umweltbeeinträchtigungen entstehen. Aber wenn wir synthetischen Kraftstoffen gegenüber aufgeschlossen sind, werden viele Oldtimer noch eine lange Zukunft haben.

Info: Oldtimerstammtisch am Dienstag, 20. September, 19 Uhr, in der Trattoria Pizzeria Pina, Ketscher Landstraße 11 in Schwetzingen.

Ressortleitung Katja Bauroth ist Redaktionsleiterin der Schwetzinger Zeitung/Hockenheimer Tageszeitung.

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