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90 Jahre Hockenheimring

30.000 Gratulanten beim „Motorsport-Volksfest“ zum Jubiläum des Hockenheimrings

Geschäftsführer Jorn Teske ist mit der Resonanz und dem Ablauf der Bosch Hockenheim Historic als zentralem Jubiläumsevent zufrieden.

Von 
Matthias Mühleisen
Lesedauer: 
Blick zurück in die Motorsportgeschichte: Boliden wie diesen Riley-Sportwagen (vorn) können die Besucher der Bosch Hockenheim Historic auf der Strecke, aber auch aus der Nähe betrachten. © Hockenheim-Ring GmbH/Torsten Karpf

Hockenheim. Es war eine große Gratulantenschar: Rund 2000 Bürger der Verwaltungsgemeinschaft Hockenheim haben den 90. Geburtstag des Hockenheimrings mitgefeiert. Das hat die Ring GmbH mitgeteilt, die von einem „Motorsport-Volksfest“ mit über 30 000 Zuschauern insgesamt bei der 17. Auflage der Bosch Hockenheim Historic spricht. Das war’s dann aber auch mit der Feierlaune: Weitere Jubiläumsevents oder -aktionen im Verlauf der Saison seien derzeit nicht geplant.

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Der Festanlass war mit Bedacht gewählt, erläutert Ring-Geschäftsführer Jorn Teske: „Wir haben uns bewusst für die Bosch Hockenheim Historic als Kulisse für unser 90-jähriges Jubiläum entschieden, nimmt sie doch eine besondere Stellung am Hockenheimring ein. Sie ist eine der wichtigsten Veranstaltungen im Saisonkalender und dies nicht nur unter wirtschaftlichen Aspekten betrachtet. Als Veranstalter hat die Hockenheim-Ring GmbH maßgeblichen Einfluss auf das motorsportliche Programm auf der Strecke sowie völlige Gestaltungsfreiheit bezüglich des Eventprogramms neben dem Renngeschehen.“

Im Fokus stünden erstklassige Rennserien, die Nähe zum Fan und Familienfreundlichkeit. „Dass dieses Rezept aufgeht, merken wir am großen Zuspruch auch junger Motorsportfans, die wir mit unserem Klassik-Event begeistern können“, blickt Teske zufrieden zurück.

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Gut 500 Teilnehmer gingen in Rennwagen aus allen Epochen in elf Serien an den Start. Vom Formel Junior aus dem Jahr 1963 über den Ralt-Formel 2 von Manfred Winkelhock von 1979 bis hin zu Ingo Gerstls 2006er-Toro Rosso F1 reichte die Bandbreite der Formelrennautos. Gruppe-C- und CanAm-Ungetüme standen Seite an Seite mit den etwas leistungsschwächeren, aber nicht minder faszinierenden GT- und Sportwagender 1950er- bis 80er-Jahre.

Tourenwagenfans kamen ebenfalls auf ihre Kosten. Die Ehre des ältesten Fahrzeugs wurde einem Riley-Sportwagen aus dem Jahr 1934 zuteil. Der Sechszylinder-Reihenmotor leistete damals wie heute 95 PS und beschleunigte den Renner auf heute belächelte, damals aber höchst bemerkenswerte 155 Stundenkilometer.

Auf dem Boxendach erwartete die Besucher neben weiteren Automobilausstellungen eine große Jubiläumswand anlässlich des 90-jährigen Bestehens des Hockenheimrings. Diese umfasste Bilder, Texte sowie Exponate rund um neun Jahrzehnte Rennstrecke in Hockenheim. Dass es nicht nur auf, sondern auch abseits der Rennstrecke rockte, dafür sorgte am Samstagabend die Kultband „Me and the Heat“, die den Besuchern auf dem Boxendach zum Geburtstag mächtig einheizte.

Erinnerungen an Jim Clark

Eine weitere wichtige Anlaufstelle war die Jim-Clark-Ausstellung im Kongress-Pavillon. Am 7. April war es genau 54 Jahre her, dass der Namensgeber der Veranstaltung bei einem Formel-2-Rennen in Hockenheim ums Leben kam. Noch heute umgibt den Schotten der Nimbus, der ihm immer angehaftet hatte – jener eines der größten Autorennfahrer aller Zeiten. Die Sammlung erinnerte an den Formel-1-Weltmeister von 1963 und 1965. Unmittelbar nebenan kämpften internationale Slotcar-Spezialisten um Siege und Pokale.

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Jorn Teske ist sicher: „An diesem Wochenende hat alles gepasst: Wetter, Teilnehmer, Rennen, Rahmenprogramm und Besucher. Die vollen Tribünen haben gezeigt, wie sehr sich unsere Fans nach den Corona-bedingten Einschränkungen der letzten beiden Jahre nach einem solchen Motorsportspektakel gesehnt haben. Es war ein würdiger Rahmen für das 90-Jahr-Jubiläum des Hockenheimrings.“

Sein Geschäftsführer-Kollege Jochen Nerpel, der selbst am Steuer eines Arrows-F1 von 1988 im Einsatz war, ergänzt: „Neben der tollen Kulisse hat mich vor allem der reibungslose Ablauf der Veranstaltung gefreut. Das ist keine Selbstverständlichkeit bei einer so großen Zahl an Teilnehmern. So zeigen sich neben den Fans auch die Serienbetreiber hochzufrieden nach diesem Wochenende. Persönliche Highlights aus sportlicher Sicht waren natürlich die Rückkehr der Boss GP mit den brachialen Formel-1-Boliden sowie die spektakulären Fahrzeuge der Gruppe C. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen vom 5. bis 7. Mai 2023!“

Das dürften die Zuschauer genauso sehen, die das Geschehen nicht nur auf den Tribünen, sondern insbesondere im Fahrerlager und den Boxen hautnah miterlebten. 

Redaktion Redakteur im Bereich Hockenheim und Umland sowie Speyer

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